Den eigenen Rhythmus entdecken

Musik ist jedem Menschen in die Seele gelegt. Es gibt keine Gesellschaft und keine Volksgruppe, die von Musik unberührt ist. Jede Kultur hat ihre eigene Musik entwickelt und ihren eigenen Rhythmus gefunden. So unterschiedlich Musik sein kann - denken wir z.B. an Klassik, Techno, Schlager, Jazz, afrikanische, orientalische oder chinesische Musik- , so ist sie immer ein Weg, auszudrücken, was wir mit Worten nicht sagen können.

Wenn wir singen, tanzen, musizieren oder auch nur Musik hören, haben wir die Möglichkeit, alle Gefühle auszudrücken. Musik kann trösten und helfen. Aber sie kann auch unterdrücken und Diktaturen stützen. Auch der Nationalsozialismus hatte und hat eigene Musik, die die Mitglieder aufeinander einschwören und manipulieren will.

 

Rhythmusempfinden ist eine urmenschliche Fähigkeit

Unser Leben ist von Rhythmen geprägt. Der Herzschlag, die Jahreszeiten, Tag und Nacht, all das gibt den Rhythmus für menschlichen Leben vor. Wollen wir ein Leben im Einklang mit uns selbst führen, so gilt es, achtsam mit diesen Vorgaben umzugehen und seinen Alltag auf sie einzuschwingen. Je mehr wir uns den natürlichen Rhythmen anpassen, desto gesünder ist unsere Lebensweise.

Auch unser Alltag wird leichter, wenn wir einen Rhythmus entwickeln, der uns entspricht. Arbeit und Freizeit, Stille und Geräusche, Bewegung und Ruhe, Alltag und Festzeiten, alles braucht seinen Platz in unserem Leben. Wenn wir unser Leben selbst gestalten, indem wir unsere eigenen Rituale finden, ist das eine gute Prävention gegen Stresserkrankungen wie Burnout oder Depressionen.

Es braucht Achtsamkeit, damit wir unseren eigenen Rhythmus finden können

Damit es uns gelingt, im Einklang mit uns selbst zu leben, brauchen wir die Fähigkeit, zu spüren, was wir brauchen und was uns gut tut. Dabei können uns Meditation und Achsamkeitsübungen helfen. Eine tägliche halbe Stunde Meditation und das achtsame Innehalten über den Tag verteilt, helfen dabei, ein Gefühl für unsere eigenen Bedürfnisse zu bekommen. Das Hineinfühlen in Musikstücke, sei es durch singen, tanzen, spielen - egal, mit welchem Instrument - oder hören, hilft uns, unserem eigenen Rhythmusempfinden auf die Spur zu kommen. Es zeigt sich schnell, in welcher Lebenslage welcher Rhythmus gut tut.

Wenn der Tag sehr anstrengend war, brauche ich persönlich ruhige Stücke, die die Aufregungen abklingen lassen. Eine Freundin liebt es, dann besonders wilde und laute Musik zu hören und sich beim Tanzen dazu auszutoben, um die Spannungen des Tages abzubauen. Nach dem Tod einer sehr engen Freundin hat es mir über Wochen geholfen, traurige Musikstücke zu spielen und so meiner eigenen Trauer Ausdruck zu verleihen.

Das Cajon-spielen kann eine kreative Art sein, den eigenen Rhythmus zu finden

Die Sitztrommeln, die von afrikanischen Sklaven entwickelt wurden, sind Holzkästen, auf denen man sitzt und dann mit beiden Händen darauf trommelt. Das führt dazu, dass man den Rhythmus nicht nur hört, sondern mit dem ganzen Körper spürt. Musik wird so zu einem umfassenden Erlebnis, ähnlich wie beim Tanzen. Sehr einfach können Rhythmen ausprobiert werden und sehr schnell spürst du, welcher Rhythmus zu dir passt, quasi „ins Blut geht“. Dabei macht es genauso viel Spaß, andere Musiker zu begleiten, wie allein für sich zu spielen.

Wir waren so begeistert davon, dass wir beschlossen, selbst Cajons zu bauen und zu gestalten. Volker hat einen Kurs entwickelt, in dem ein individuelles Cajon gebaut, gestaltet und ausprobiert (es gibt eine Einführung durch einen Musiker) werden kann. Schau dir dieKursbeschreibung und das kostenlose Tutorial doch einmal an ...

 

... denn Kreativität öffnet Räume.

©Marion

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