Stille

26. Dezember – Stille

Die zweite Rauhnacht ist dem Februar zugeordnet. Im Februar zeigen sich erste kleine Frühlingsboten, wie die Haselnussblüte oder auch die ersten Schneeglöckchen. Die Tage werden spürbar länger und heller, aber es dauert noch einige Wochen, bis es Frühling wird. Es braucht Zeit und Ruhe, bis die Natur genug Kraft gesammelt hat, um die neue Wachstumsperiode zu starten. Auch dir kann es gut tun, an diesem Tag die Stille besonders zu spüren und zu deiner Freundin zu machen.

Mitte im Weihnachtstrubel die Stille finden

Beginne den Tag mit einer kleinen Meditation, bevor die nächsten Weihnachtsgäste auftauchen. Oder gönnst du dir sogar einen ruhigen Tag nur für dich? Dann ist es leichter, die Stille sich ausbreiten zu lassen.

Wenn du magst, suche dir einen Platz, an dem du gut zur Ruhe kommen kannst und führe eine kleine Achtsamkeitsübung durch. Spüre deinen Körper, wie er sich jetzt gerade anfühlt und achte eine Zeit lang darauf, wie dein Atem ein- und ausfließt, ohne dass du etwas tun muss. Es passiert ganz von allein. Zwischen den Atemzügen gibt es eine kleine Pause. Bei manchen Menschen entsteht sie nach dem Einatmen und bei anderen nach dem Ausatmen, bevor der neue Atemzug einströmt. In dieser kurzen Pause wird die Stille besonders erfahrbar.

Die Rauhnächte sind eine Zeit der Zwischenräume

Es lohnt sich, einen Tag lang auf solche „Zwischenräume“ zu achten. Achte einmal auf diesen Moment der Stille zwischen der Frage, die dir in einem Gespräch gestellt wird und deiner Antwort. So einen Moment findest du auch zwischen dem Hinsetzen und der Tätigkeit, die du beginnst oder auch zwischen Schlafen und Wachsein. Nutze diesen Tag für eine kleine Entdeckungsreise hin zu den stillen Momenten in deinem Tag.

Diese Übung eignet sich nicht nur für die 2. Rauhnacht. Gewöhnst du dir an, deine Aufmerksamkeit auf die stillen Zwischenräume zu richten, wird sich die Stille von ganz allein in deinem Leben ausbreiten. Erst in der Stille können wir auf das hören, was uns unsere Seele zu sagen hat.

 

Ich lausche

der Stille

hinter den Dingen.

Mein Herz öffnet sich 

und die Melodie des Lebens

breitet sich in mir aus.

 

„Was brauche ich?“ „Wo will ich hin?“ „Was sind meine wichtigsten Werte?“ „Was will ich wirklich?“ „Wer bin ich?“ Solche Fragen zu stellen ist wichtig, wenn wir ein erfülltes Leben führen wollen. Eine Antwort darauf zu finden ist nicht immer leicht. Dabei weiß deine Seele die Antworten schon längst. Du musst ihr nur zuhören.

Ruhige Szene eines Sees im Nebel

Zeiten der Stille tun unserer Seele gut.

Morgen haben wir die Feiertage schon hinter uns und die Zeit „zwischen den Jahren“ beginnt. Zeit für einen neuen Impuls zur 3. Rauhnacht.

©Marion

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