Gelassenheit

28. Dezember – Gelassenheit

Die vierte Rauhnacht ist geprägt von der Energie des Aprils. Im April gewinnt das Frühjahr zwar schon an Kraft, ist aber geprägt von Unsicherheiten, plötzlichen Wetterwechseln und nichts ist wirklich verlässlich. An einem Tag kann es Kälte und Wärme, Sonne, Regen und Temperaturstürze geben. Bäume und Blumen blühen und verlieren ihre Blüten im Sturm oder durch einen späten Frost.

Im April ist in der Natur vor allem eines sicher: nichts ist sicher und nichts wirklich planbar.

Gelassenheit in den Stürmen des Lebens

Wie gehst du mit solche Wechseln um? Kannst du sie annehmen oder fallen dir Veränderungen schwer? Wie gelassen bleibst du in den Stürmen des Lebens, wie leicht kannst du loslassen?

Um der Gelassenheit auf die Spur zu kommen, hilft eine kleine Körperübung: Nimm einen Gegenstand (einen Tennisball, eine Tempopackung o.Ä.) in die Hand. Halte ihn eine Weile fest, bis er die Wärme deiner Hand angenommen hat. Packe ruhig fest zu, bis das Festhalten schmerzhaft wird. Dann entspanne deine Hand und deinen Arm. Lass den Gegenstand fallen und spüre in deinen Körper hinein, wie sich dieses Loslassen anfühlt. Genieße das Nachlassen des Schmerzes und die Entspannung.

Winterbaum im Nebel

Gelassenheit hilft dabei, neblige, trübe Tage zu überstehen.

Gelassenheit schenkt dir Lebensfreude

Nimm dein Alltagsleben in den Blick. Gibt es etwas, das du nur noch schwer festhalten kannst und das mühsam ist. Spüre in dich hinein, wie es sich der Gedanke anfühlt, diese Last loszulassen.

Vieles wird sich in dein Bewusstsein schieben, das dich belastet und das du nicht so einfach loslassen kannst. Zu unserem Leben scheinen auch schmerzliche Erfahrungen dazuzugehören. Mir hilft es dabei selten, nach dem tieferen Sinn zu fragen. Hilfreicher finde ich, das, was da ist, gelassen hinzunehmen. Fokussiere ich mich auf das Positive, das mir geschenkt ist, ändert sich mein Denken. Ich erkenne die Fülle des Lebens und bin dankbar für jeden Tag.

Gelassen 

stelle ich mich in den Sturm.

Ich gebe mich dem Brausen des Windes hin.

Meine Wurzeln dringen tief in die tragende Erde

und geben mir Kraft.

©Marion

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