Glas mit Zucker

Feuer und Flamme für die Schrift

Handlettering: Eine Liebe für`s Leben

Das Handlettering lässt uns nicht los. Immer wieder greifen wir zu unseren Schreibwerkzeugen, um Sprüche, Wörter oder Verzierungen zu gestalten. Uns macht es großen Spaß, Gedanken, die uns wichtig sind, kunstvoll zu schreiben. 

Dabei nutzen wir die unterschiedlichsten Schreibwerkzeuge. Marker, Brushpens, Graphitstifte, Bandzugfedern, Acryl- und Aquarellfarben u.s.w. 

Da wir die Abwechslung lieben, toben wir uns bei den unterschiedlichen Techniken aus. 

Einige Basics zu den Schreibwerkzeugen und Letteringarten kannst du in Blogbeitrag

nachlesen.

Manche unserer Letterings komponieren wir sorgfältig, jeder Buchstabe und jede Schriftart hat eine spezielle Bedeutung. Viel häufiger spielen wir jedoch mit den verschiedenen Schriftarten, Werkzeugen und Schreibtechniken. Die Letterings entstehen beinahe zufällig, ohne große Vorbereitungen und Überlegungen. Es ist vielmehr ein lustvolles Ausprobieren und Spielen mit der Schrift. 

Ergänzen wir unsere Mixed Media Art mit Wörtern oder Sätzen, so entstehen diese sehr spontan. 

Basics zu den Schriftarten und zur Komposition kannst du im Blogbeitrag dazu nachlesen:

Grüße mit Tiefgang: Postkarten mit Handlettering – Sprüchen

Wann hast du zum letzten Mal eine Postkarte bekommen? Bei mir ist das schon eine ganze Weile her. „Normale“ Grußkarten landen nach einer Weile im Papierkorb. Aber ein schön gestalteter Spruch bekommt Postkartenhalter, um ihn dekorativ auf das Regal zu stellen. 

Karte: Auch der längste Weg beginnt mit dem ersten Schritt. Konfuzius

Handletterings sehen auf Postkarten toll aus. Du kannst leere Karten bestellen oder im Schreibwarenladen kaufen. Din A6 Karteikarten eignen sich auch gut für eine Diy-Karte. Du kannst auch Fotokarton auf Postkartengröße (105 mm x 148 mm) zuschneiden. Der Karton sollte 300mg stark sein, sonst drückt sich die Tinte durch. 

Karte: Nimm dir Zeit für Meer.

Karten, die verpackt geschickt oder einem Geschenk beigelegt werden kannst du mit einer Bandzugfeder und Tinte schreiben. Dauerhafter ist ein Schriftzug mit Markern oder Brushpens. Besonders edel sehen dunkle Postkarten mit einem Lettering aus weißem oder goldenem aus.

Karte: Danke
Mit Aquarellfarben lassen sich toll Hintergründe „zaubern“.

Dir fehlen Ideen? Hier sind einige Sprüche, die sich für Postkarten eignen: 

  • Was, wenn es doch möglich wäre?
  • Heute schon ein Wunder entdeckt?
  • Dein Auftrag für heute: glücklich sein.
  • Mit dir will ich im Regen tanzen. 
  • Du bist die Melodie, die durch mein Leben schwebt.
  • I still believe in miracles.
  • Du bist wundervoll.
  • Sei Pippi, nicht Annika

Letterings auf Glas: dekorativ und praktisch

Ein Lettering auf Glas aufzubringen, ist ganz einfach. Willst du ein Schraubglas für Gewürze oder ein Einmachglas für Zucker etc. beschriften, gestalte dein Lettering zunächst auf einem Stück Papier. Das Papier sollte schon die passende Größe für dein Glas haben. 

Blatt mit dem Wort "marmelade" und zwei gezeichneten Erdbeeren
Das Motiv schreibst du in der richtigen Größe auf ein Blatt

Dein Lettering klebst du auf die Innenseite des Glases. Mit einem Permanentmarker kannst du das Motiv ganz einfach nachzeichnen. Die Marker halten eine längere Zeit, spülmaschinenfest sind sie allerdings nicht.

Glas mit teilweise fertigen Lettering.
Das Blatt klebst du dann auf die Innenseite des Glases. Mit einem Permanent-Marker schreibst du das Lettering nach.
Milchflasche mit Handlettering.
Haushaltsgläser sehen mit einem Lettering toll aus.

Auf diese Art und Weise kannst du auch die Glasplatte eines Bilderrahmens mit einem Lettering versehen. Ans Fenster gehängt sieht das sehr dekorativ aus. Wenn du dein Fenster direkt gestalten willst, nimm Kreidestifte. Diese lassen sich wieder abwaschen, wenn dir dein Lettering nicht mehr gefällt. 

Tolle Dekoration für deine Wand: Handlettering auf Leinwänden

Auf Leinwänden kannst du mit verschiedenen Techniken arbeiten. Gekaufte Leinwände sind in der Regel mit einer Grundierung versehen. Die Oberfläche ist glatt und gut zu bemalen. 

Letterings mit verschiedenen Schriften, Bannern, floralen Verzierungen, Zierleisten und Pfeilen lassen sich gut mit Acrylmarkern gestalten. Damit kannst du sehr fein und genau arbeiten. 

Etwas großflächigere Letterings sehen gut mit Aquarellfarben aus, weil du mit diesen Farbverläufe malen kannst. Verläufe innerhalb einer Farbe kannst du mit unterschiedlichen Wassermengen auf dem Pinsel malen. Aber auch verschiedene Farben kannst du gut ineinander laufen lassen. Um eine Leinwand mit Aquarellfarben zu bemalen, bestreiche sie zunächst mit einer Aquarellgrundierung. Diese nimmt die Aquarellfarben besser auf.

Besonders leuchtende Letterings gestaltest du mit Acrylfarbe. Diese lässt sich gut auf die Leinwand aufbringen. Schatten lassen sich mit leicht dunkler gemischten Farben darstellen.

Ein Wort auf einer Leinwand. Grün/gelb auf Weiß.
Mit Acrylfarbe werden die Letterings sehr kräftig.

Acrylfarbe eignet sich auch für die Kratztechnik. Die erste Farbschicht trägst du satt auf und lässt diese trocknen. Die zweite Farbschicht trägst du auf und holst das Lettering mit einem Spachtel oder einer alten Scheckkarte hervor. Du musst zügig arbeiten, damit die Farbschicht nicht trocknet, bevor dein Motiv fertig ist. Deshalb ist die Technik auch eher für kleine Leinwände geeignet. Es empfiehlt sich, für die untere Farbschicht eine helle Farbe zu wählen. Diese kann mit einer dunkleren Farbe vollkommen abgedeckt werden.

Acryl- oder Aquarellletterings bekommen eine besondere Ausdruckskraft, wenn du sie mit einem schwarzen oder weißen Markerstift (je nach Hintergrund) umrandest.

Pimp the Leinwand – Letterings in 3D

Besonders dekorativ werden die Leinwände, wenn du mit Strukturmaterialien arbeitest. Die oben erwähnte Kratztechnik kannst du gut mit Strukturpaste ausprobieren. Da diese nicht so schnell wie Farbe trocknet, musst du nicht ganz so zügig arbeiten. Trage die Paste auf die Leinwand auf und ritze dein Motiv in die Paste. Mit der Paste lassen sich verschiedene Strukturen für den Hintergrund formen. 

Tiefe bekommt deine Leinwand auch, wenn du die obere Farbschicht deines Kratzbildes mit Marmormehl mischt. Die obere Schicht bekommt Struktur und interessante Reißeffekte.

Einfache Letterings (z.B. ein Wort mit wenigen, einfachen Verzierungen oder geometrischen Formen) kannst du aus Moosgummi ausschneiden. Diese werden auf die Leinwand aufgeklebt und dann mit Strukturpaste überspachtelt. Nach dem Trocknen kann dein Lettering dann mit Acrylfarbe farblich gestaltet werden.

Wörter und kurze Statements, die sich gut zur Gestaltung eignen:

  • Hope 
  • Love
  • Lebe heute
  • Du bist toll
  • Nur du
  • Ich bin ich
  • Glück 
  • Be happy

Nix geht ohne Vorbereitung

Gehörst du zu den Menschen, die spontan gestalten können und eine schöne Handschrift haben? Dann schreibe einfach auf die Leinwände, Karten oder Gläser, wie es dir deine Muse diktiert.

Ich brauche da schon einige Hilfestellungen. Einfache Letterings gestalte ich auf einem Blatt und schreibe sie dann ab. 

Marmeladenglas und Lineal
Zu den Vorbereitungen gehört auch die genaue Abmessung des Glases, auf das du ein Wort schreiben willst.

Bei der Komposition achte ich darauf, das besonders wichtige Wörter größer geschrieben werden als die anderen. Der Schwerpunkt nimmt etwa ein Drittel des Bildes ein, oft das untere Drittel. 

Mir gefallen Letterings in unterschiedlichen Schriftarten besser, als solche in einer einzigen Schriftart. Das ist Geschmacksache. Verschiedene Schriftarten wirken lebendiger, einheitliche strahlen mehr Ruhe aus. 

Letterst du mit Markern oder Acrylfarbe, kannst du dein Motiv mit Bleistift direkt auf deinem Bild vorzeichnen. Verwendest du Aquarellfarbe, muss der Bleistiftstrich sehr dünn aufgetragen werden, damit er durch die Farbe nicht zu sehen ist.

Wenn du ein ausgedrucktes Lettering übertragen willst, verwendest du am besten Transparentpapier. Du legst das Papier auf die Vorlage und zeichnest diese mit einem Kugelschreiber nach. Anschließend drehst du das Transparentpapier um und zeichnest mit einem sehr weichen Bleistift (4B) von hinten das Motiv nach. Das Bleistiftmotiv befindet sich jetzt spiegelverkehrt auf dem Transparentpapier. Dann legst du das Papier mit der Bleistiftseite nach unten auf deine Leinwand (oder Karte) und fährst die Linien mit einem harten Bleistift nach. So bringst du das Graphit des weichen Bleistiftes auf deine Leinwand auf. 

Du kannst zum Übertragen auch Kopierpapier verwenden. Dabei besteht aber die Gefahr, dass das Papier auf der Leinwand schmiert und unschöne Flecken entstehen. 

Lettering: It always seems impossible until it `s done. Nelson Mandela
Auf dieser Leinwand hat Christine Aquarellfarben verlaufen lassen. Das Lettering ist mit einem Marker geschrieben.

Handlettering hat echten Suchtcharakter. Fange einfach mit einem Vorschlag  an. Schnell werden dir neue Ideen und Variationen einfallen, denn…

Kreativität öffnet Räume.

©Marion

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