Scrapbook mit Foto von einer Amphore

Scrapbooking – Spaß für Kreative

Scrapbooking – Wenn aus dem Fotoalbum ein Kunstwerk wird

Ein Scrapbook ist ein liebevoll gestaltetes Album für Erinnerungen und Fotos. Erinnerst du dich an die Fotoalben von Früher? Bei uns gab es welche, in denen die Fotos ordentlich nebeneinander geklebt waren und kurze Kommentare darunter standen: „Tante Erikas Geburtstag“, „Weihnachten 78“ oder „Die Kinder in der Badewanne“.

Die Alben standen im Schrank und wurden kaum je hervorgeholt. Kein Wunder: Sie waren zum Einschlafen langweilig. 

Das gute, alte Fotoalbum hat in den letzten Jahren eine Wiederauferstehung erlebt. Die Welle kam, wie so oft, aus Amerika herangerollt. Allerdings haben die Scrapbooks wenig mit den nostalgischen Fotoalben zu tun. Gemeinsam ist ihnen nur der Wunsch, Erinnerungen festzuhalten. 

Scrapbooking – Wenn aus dem Fotoalbum ein Kunstwerk wird

Beim Scrapbooking bleibt es nicht beim Einkleben der Fotos. Es wird vielmehr versucht, die Stimmung des Tages, an dem das Foto aufgenommen wurde, ins Bild zu setzen. Du verknüpfst die Erinnerung mit deinen Gefühlen und verankerst sie so in deinem Gedächtnis. 

Ausschnitt einer Scrapbookseite.
Der Sommertag am Strand wird durch Stempel, Washi-Tapes und Kleinteile wieder lebendig.

Aber du vertiefst nicht nur die Erinnerung. Das Gestalten eines Scrapbooks ist ein großer Spaß. Deine Fotos bekommen einen tollen „Rahmen“ und das Basteln und Anschauen sind ein Vergnügen.

Gestaltest du ein Scrapbook mit den Fotos vom letzten Urlaub, so kannst du die schönen Tage in deiner Erinnerung noch einmal erleben. 

Dieses Verstärken der positiven Erinnerungen tut der Seele gut. Es versöhnt mit der Alltagsroutine und feiert die schönen Erlebnisse.

Scrapbooking – Spaß mit Schnipseln

Das englische Wort „scrap“ bedeutet „Schnipsel“ oder auch „Schrott“. Ein Scrapbook ist also wörtlich übersetzt ein „Schnipselbuch“. Das deutet schon darauf hin, was du für ein Scrapbook brauchst: jede Menge Schnipsel. 

Fotos werden auf Designpapier aufgeklebt und mit Aufklebern, Knöpfen, Stempeln, Bändern, Papierschnipseln, Pappstreifen oder Ausstanzern verziert. Eintrittskarten, Bonbonpapiere, Zeichnungen, Fahrscheine oder andere kleine Erinnerungsstücke kannst du aufkleben oder in kleine Taschen oder Briefumschläge stecken.

So wird aus dem einfachen Fotoalbum ein Kunstwerk. Die Spielerei mit Kleinteilen, bunten Papieren und Schnipseln macht eine Menge Spaß.

Schreibtisch mit Scrapbook und vielen Schnipseln.
Für die Gestaltung eines Scrapbooks brauchst du viel Material.

Die Grundlage: Ein schönes Album

Für ein Scrapbook brauchst du zunächst einmal ein Album. Es gibt solche Alben in allen Größen, Farben und Formen. Uns gefallen Alben in DIN A5 oder DIN A6 besonders gut. Bei der Größe gehen die Fotos nicht in der Restgestaltung „verloren“. Besonders geeignet sind Alben mit Ringbindung, damit du größere Erinnerungsstücke oder Texte einfach dazwischen heften kannst. 

Wer gerne bastelt kann solch ein Album auch selbst anfertigen. Das ist nicht schwierig. Du brauchst dazu Tonkarton (oder Graupappe, die du bunt beklebst) für den Einband, verschiedene Papiere für die einzelnen Seiten und Nadel und Faden zum Nähen oder Ringe und Lochzange zum Heften. 

Album binden, leicht gemacht

Die einfachste Art, ein Album zu binden, ist das Zusammenheften. Dazu nimmst du zwei Fotokartonstücke in DIN A5 (oder jeder anderen Größe) für den Einband. Einige Papiere schneidest du so zurecht, dass dein Einband um einige Millimeter übersteht. Geeignet sind grundsätzlich alle Papiere. Wir nehmen etwas stärkeres Papier, weil sich die Seiten dann nicht so verziehen, wenn Fotos und Gestaltungselemente aufgeklebt werden. 

Den Einband und die Papiere legst du so übereinander, dass die hinteren Kanten übereinstimmen.  Mit einem einfachen Locher wird alles gelocht. Durch die Löcher ziehst du ein hübsches Band und bindest es mit einer Schleife zusammen. Dein Album lässt sich leichter umblättern, wenn du alle Seiten etwa 1,5 bis 2cm vom hinteren Ende entfernt mit einer Falz versiehst. 

Etwas aufwändiger ist die Bindung mit Ringen. Die Ringe lassen sich öffnen, damit du weiter Seiten dazuheften kannst. Für die Ringbindung brauchst mehrere Löcher. Dafür ist eine Lochzange das geeignete Werkzeug. Ansonsten verfährst du so, wie bei der einfachen Bindung. Die Alben mit Lochbindung brauchen keine Falz, weil sich die Seiten gut über die Ringe umblättern lassen. 

Eine genaue Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Herunterladen findest du bei unseren Freebies:

https://atelierinderschreinerei.de/freebies/

Für Einsteiger: eine einfache Fadenbindung

Für eine einfache Fadenbindung brauchst du ein Falzbein, Nadel und Faden (Bäckerkordel oder Zwirn) und eine Ahle. 

Willst du ein Album in DIN A5 anfertigen, brauchst du Fotokarton (oder bezogene Graupappe) und Papiere in DIN A4. Mit dem Falzbein falzt du sie in der Mitte. In diese Falz werden mit der Ahle 3 Löcher gestochen. Am besten stellst du dir eine kleine Schablone her oder nimmst ein Lineal, damit die Abstände bei allen Seiten gleich sind.

Das Nähen beginnst du mit einem Stich von Innen durch das mittlere Loch. Ein Stück Faden bleibt hängen. Dann stichst du durch ein äußeres Loch, ziehst innen den Faden zum Loch an der anderen Seite und stichst wieder von innen nach außen. Der Faden wird wieder durch das mittlere Loch von außen nach innen geführt. 

Du kannst den Vorgang noch einmal wiederholen, wenn du eine stabilere Bindung brauchst. Zum Schluss wird der Faden mit dem Reststück vom Beginn verknotet.

Scrapbook mit einfacher Fadenbindung.
Mit einem festen Zwirnsfaden werden die Seiten vernäht.

Diese Bindung ist nicht ganz so stabil, wie die Ringbindung. Überlege dir deshalb, deine Seiten zuerst zu gestalten und erst am Schluss zu binden.

Scrapbooking weckt Vorfreude

Gerade Scrapbooks von den vergangenen Reisen wecken Vorfreude auf den nächsten Urlaub. An einem gemütlichen Abend das Scrapbook vom letzten Urlaub durchzublättern, macht Lust auf die nächste Reise. 

An einem trüben, dunklen Novemberabend die Fotos vom letzten Sommer hervorzukramen und daraus ein Scrapbook anzufertigen, hilft dabei, die dunkle Zeit zu überstehen. Beim Kleben, Schneiden, Nähen und Malen rücken die Sommertage wieder nah an die Gegenwart heran. Warum nicht schon einmal Pläne schmieden und darüber nachdenken, was du im Sommer wieder tun willst?

Du siehst, ein Scrapbook ist ein wunderbarer Türöffner in die Vergangenheit und Zukunft, denn…

Kreativität öffnet Räume.

©Marion

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