Karte mit Stoffstempeln und Dekoflasche

Kreativ-Mini: Karten mit Stoffstempeln

Kennst du das? Du hast Lust, ein bisschen kreativ zu sein, aber nicht stundenlang Zeit?

Oder du hast lange nicht mehr gemalt und willst erstmal klein anfangen? Dann versuche es doch einmal mit einer Karte. Es gibt ganz einfache Techniken, die sich schnell umsetzen lassen.

Hat deine Schwiegermutter übermorgen Geburtstag, du hast vergessen, eine Karte zu kaufen und die Geschäfte sind schon zu? 

Kein Problem: Gestalte einfach selbst eine Postkarte. Mit Stempeln, Tonpapier und Stoffresten geht das ganz einfach.

Karten mit Stoffstempeln, blauer Fisch und brauner Baum.
Mit Stoffstempeln lassen sich tolle Karten gestalten.

Postkarten very easy

Du brauchst dazu:

  1. Tonkarton in Din A5, möglichst in einer dunklen Farbe, Stärke mindestens  200g Papiergewicht (Für unsere Karten haben wir Kraftpapier genommen.)
  2. Helle Stoffreste, Strohseide oder Pergamentpapier
  3. Stoffstempel („normale“ Stempel gehen auch)
  4. Linoldruck- oder Stempelfarbe
  5. Wenn du Linoldruckfarbe verwendest: eine Glasplatte oder eine Gelplatte und eine Rolle
  6. Ein Tuch zum Unterlegen
  7. Doppelseitiges Klebeband (möglichst schmales)

Und so geht’s:

Falze den Tonkarton in der Mitte. Mit einem Falzbein wird der Knick besonders flach. Du kannst aber auch mit dem Daumennagel mehrfach über den Knick fahren, damit er flach aufliegt.

Tonkarton und Falzbein zum Herstellen der Karte
Falze den Tonkarton in der Mitte

Schneide aus dem Stoff rechteckige Stücke heraus. Es sieht besonders schön aus, wenn du die Ränder der Stücke leicht ausfranst. Möchtest du die Ränder der Strohseide leicht franselig haben, reiße die Rechtecke mit Hilfe eines Lineals. Pergamentpapier kannst du auch reißen, die Kanten werden aber nicht so schön wie die der Strohseide.

Stoffstück zum Aufkleben auf die Karte, dessen Ränder ausgefranst werden.
Zupfe die Ränder des Stoffes, damit sie schön fransig werden.

Lege deine Stoff-/Papierstücke auf ein Stück Stoff, das du mehrfach gefaltet hast. Wir verwenden dazu alte Handtücher, weil gelegentlich etwas von der Farbe durchgedrückt wird. Die Flecken lassen sich kaum noch entfernen.

Stoff und Stoffstempel auf einem Handtuch.
Lege dein Stoffstück zum Stempeln auf ein altes Handtuch.

Tropfe eine kleine Menge Linolfarbe (Acrylfarbe geht auch) auf eine Glas- oder Gelplatte. Rolle die Farbe so lange, bis sie ein matschiges-quatschiges Geräusch macht. Drücke den Stempel in die Farbe und stemple ihn auf dein Stoff-/Papierstück. Es ist ein gleichmäßiger, fester Druck nötig, um ein klares Bild zu erhalten.

Gelplatte mit Linolfarbe.
Tropfe etwas Linolfarbe auf eine Gelplatte.

Einfacher ist es, wenn du einen normalen Stempel in Stempelfarbe drückst und auf den Stoff stempelst. Dazu brauchst du kein Tuch, sondern einen besonders glatten Untergrund. Die Stempelabdrücke werden nicht so prägnant, haben aber auch ihren Reiz.

Gestempeltes Stoffstück mit verschiedenen Stoffstempeln.
Die fertigen Stoffstücke sehen toll aus.

Die Stoff-/Papierstücke klebst du auf das gefalzte Tonpapier. Du kannst es genau in die Mitte kleben. Es sieht aber auch toll aus, die Stoffstücke bewusst asymmetrisch aufzukleben. Wir haben die Stoffstücke mit doppelseitigem Klebeband aufgeklebt. 

Stoffstück zum Aufkleben auf die Postkarte.
Zum Aufkleben verwendest du am besten doppelseitiges Klebeband.

Ab die Post

Jetzt fehlt dir nur noch eine ruhige Minute, um ein paar nette Zeilen in die Karte zu schreiben. Ist sie für deine Schwiegermutter gestimmt, kann das eine große Herausforderung sein. Keine Sorge: die Karte sieht so toll aus, dass der Inhalt nicht mehr so wichtig ist. 

Fertige Postkarte.
Deine Karte wartet darauf, abgeschickt zu werden.

Du hattest eine Menge Spaß beim Gestalten? Dann los: probiere andere Materialien, neue Stempel oder noch mehr Techniken aus. Tipps dazu findest du in unserem Blogbeitrag zum Postkarten gestalten:

Besonders viel Spaß macht das Kreativ-Sein mit anderen netten Menschen zusammen. Vielleicht sind ja unsere Kurse etwas für dich. Im Atelier gibt es nette Menschen und Material in Hülle und Fülle, denn…

Kreativität öffnet Räume.

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