Weg durch eine Schneelandschaft

Die Rauhnächte – Zauberzeit zwischen den Jahren

Ich liebe diese geheimnisvolle Zeit zwischen den 25.Dezember und dem 6.Januar. Es ist die dunkelste Zeit des Jahres. Für mich ist sie eine Zeit des Innehaltens und der Stille. 

An Zauberei glaube ich allerdings nicht. Für mich ist das Leben selbst zauberhaft genug. Doch in diesen Rauhnächten eine besondere Energie. Sie laden uns ein, unser Leben in den Blick zu nehmen. 

Lebe ich mein innerstes Sein oder drehe ich mich in einem Wirbel von Aufgaben, Anforderungen und Verantwortungen? 

Ist in meinem Leben Platz für das, was mich ausmacht? Gibt es Zeiten, in denen ich das tun kann, was mir wichtig ist?

Die Rauhnächte schenken dir Zeit, auf dein Leben zu schauen. Du darfst Rückschau halten und entscheiden, welche Erinnerungen du wie einen Schatz behalten möchtest und von welchen Erinnerungen du dich verabschieden möchtest. Rituale und Meditationen können dir helfen, deiner tiefsten Sehnsucht auf die Spur zu kommen. 

Jede Rauhnacht ist einem Monat des Jahres zugeordnet. So kannst du das letzte Jahr noch einmal Stück für Stück in den Blick nehmen. Du kannst der Energie der einzelnen Monate nachspüren und dich an die Monate des vergangenen Jahres erinnern. Noch einmal kannst du die glücklichen Erinnerungen auskosten.

Die Rauhnächte können dir einen Weg zeigen, achtsam und sanft deinen Alltag zu verändern.

Die erste Rauchnacht: Reinigung

Die erste Rauhnacht ruft den Januar ins Gedächtnis. Was war im Januar? Erinnerst du dich an die erste Zeit des vergangenen Jahres? Gab es etwas, an das du dich gerne erinnerst? Spürst du noch etwas von der Energie des Jahresanfangs? 

Gibt es Erfahrungen, die du am liebsten aus dem Gedächtnis streichen möchtest? Das wird zwar nicht gehen, aber du darfst die Verletzungen innerlich loslassen, dass sie dein Leben heute nicht mehr beeinflussen.

Der Januar ist ein Monat der Kälte und Dunkelheit. Aber er lässt schon das wiederkehrende Licht erahnen. Lass vor deinem inneren Auge Schneelandschaften entstehen. Nimm das helle Licht in dich auf und verzeihe im die Kälte.

Wohl die meisten Kulturen kennen eine Zeit oder ein Ritual der Reinigung vor wichtigen spirituellen Erfahrungen. Wenn du dich in die Zeit der Rauhnächte einschwingen möchtest, tut dir ein kleines Reinigungsritual gut. Genieße eine warme Dusche und stell dir dabei vor, wie alles Schwere und Verletzende mit dem Wasser in den Ausguss fließt. Schenke deinem Körper Aufmerksamkeit und versuche, Spannungen bewusst zu lösen. Zum Abschluss creme dich mit deinem Lieblingsduft ein. Kuschel dich in eine Warme Decke, zünde eine Kerze an und koche dir eine Tasse Tee.

Genieße die Stille oder ein entspanntes Gespräch mit den Menschen, mit denen du dein Leben teilst.

Eine wunderbare Möglichkeit, deine Reinigung zu unterstützen ist das Räuchern. Getrocknete Salbeiblätter reinigen die Luft. Weihrauch fördert die Konzentration und schenkt dir neue, frische Energie.

Mir tut es gut, nach schwierigen Begegnungen oder Auseinandersetzungen, mit Weihrauch zu räuchern. Ich habe dann das Gefühl, die negativen Energien verschwinden und die Wohnung ist wieder ein Schutz- und Erholungsraum für mich. Es lohnt sich, das einmal auszuprobieren.

Möchtest du noch mehr Anregungen für die Rauhnächte lesen? Auf meinem Block findest du mehr dazu:

https://m-t-douret.blogspot.com/2021/10/die-erste-rauhnacht-reinigung.html

Marion

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